Archäologen finden Stadtmauer-​Originale – Ärztehaus bis 2015 fertig

21.05.14 – Die Abrissarbeiten für das geplan­te Millionen-​Neubauprojekt „Altstadt-​Carree“ sind in vollem Gange. Ende kommen­de Woche will das Unternehmen Wende-​Erdbau aus Fulda-​Bronnzell komplett fertig sein, sagte ein Bau-​Verantwortlicher im Gespräch mit osthessen-news.de. Dann kommt der 1. Spatenstich für den moder­nen Neubau. Auf dem Gelände Dalbergstraße/​Ecke Brauhausstraße, mitten in der Fuldaer Innenstadt, soll bis Herbst 2015 ein neues Ärztehaus mit Apotheke (Filiale der Löwen-​Apotheke) und Sanitätshaus (Fendel) entste­hen.

Rundum-​Versorgung in der Innenstadt – das ist unser Ziel“, erklär­te das Ärzte-​Ehepaar Dr. Andreas und Dr. Corinna Hölscher. Sie gehö­ren mit weite­ren Kollegen zur inter­nis­ti­schen Gemeinschaftspraxis „Unterm Heilig Kreuz“ Dr. Jörg Simon und Kollegen, die künf­tig Hauptmieter ist. Die Augenarzt-​Praxis Dr. Roman Handzel und Kollegen sowie die Nuklearmedizinische Praxis Dr. Carsten und Nicole Körber ziehen eben­falls in das Zentrum. Investor ist die Fuldaer Rechtsanwältin Daniele Heinzerling mit der DW Vermögensgesellschaft. Der Neubau – geplant vom Fuldaer Architektenbüro Staubach und Partner – ist knapp 3.000 Quadratmeter groß. Noch in diesem Jahr soll der Rohbau fertig werden.

Stadtbaurätin Cornelia Zuschke (partei­los) sprach auf Anfrage von einem „kompli­zier­ten Abriss“ – zum einen wegen der viel befah­re­nen und direkt angren­zen­den Bundesstraße 458 und zum ande­ren wegen dem direk­ten Anschluss an das Nachbargebäude, der Kneipe „Doppeldecker“. Aufgrund der großen Staubentwicklung während des Abrisses wird die alte Bauruine mit Wasser befeuch­tet. Aus Sicherheitsgründen ist auch eine Fahrspur der Brauhausstraße in Richtung Innenstadt gesperrt worden.

Die Genehmigungen für das „Altstadt-​Carree“ habe die Stadt Fulda, so Zuschke, „schritt­wei­se“ erteilt. „Bisher gibt es Teilgenehmigungen für den Abbruch und die Erdarbeiten.“ Der Rest sei in Arbeit und in den letz­ten Zügen, erklär­te die Stadtbaurätin und berich­te­te von zwei Magistratsbeschlüssen sowie einem posi­ti­ven Votum des Gestaltungsbeirats. Während der archäo­lo­gi­schen Untersuchungen wurden auch „schö­ne Originale“ der ehema­li­gen Stadtmauer gefun­den. (Christian P. Stadtfeld) +++