FULDA Bezahlbaren Wohnraum schaffen

22.10.25 – Fulda zeigt sich von seiner besten Seite – blau­er Himmel, Sonnenschein und Aufbruchstimmung. Passender hätte das Wetter kaum sein können, als am Waidesgrund der symbo­li­sche Spatenstich für das Projekt „Junges Wohnen“ gefei­ert wurde. Wo bislang Brachfläche war, soll bis Ende 2027 ein moder­nes Wohnheim mit 173 Einheiten für Studierende und Auszubildende entste­hen. Ein Projekt, das rund 22,5 Millionen Euro kostet – und weit mehr ist als ein Bauvorhaben. Es ist ein Bekenntnis zur Zukunft der Region, zur Bildung und zur Fachkräftesicherung.

Mit dem Gemeinschaftsprojekt von Stadt Fulda und Klinikum Fulda gAG wird ein drän­gen­des Problem ange­gan­gen: bezahl­ba­rer Wohnraum für junge Menschen. Das neue Quartier entsteht auf dem Gelände der ehema­li­gen Kleingartenanlage „Am Waidesgrund“ in der Nähe des Esperanto-​Hotels. Für das Erbbaurechtsgrundstück hatte die Stadt Fulda im vergan­ge­nen Jahr ein Investorenauswahlverfahren durch­ge­führt – das Klinikum über­zeug­te mit seinem Konzept, jungen Menschen ein Zuhause in zentra­ler Lage zu bieten.

Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Sprecher des Vorstands am Klinikum Fulda, beton­te beim Spatenstich die Bedeutung des Projekts: „Das ist ein außer­or­dent­lich schö­nes Event. Dieses Projekt liegt dem Klinikum Fulda am Herzen. Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung – gera­de in der Gesundheitsbranche. Es braucht Wohnungen, gera­de für junge Mitarbeiter – dazu dient unser Projekt.“ Mit Blick auf die derzeit rund 180 Studierenden der Humanmedizin am Klinikum fügte er hinzu: „Wir wollen junge Leute dazu bewe­gen, ihre Ausbildung bei uns in Fulda zu absolvieren.“

Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sprach von einem Meilenstein: „Ich freue mich für die Stadt Fulda. Das ist ein historischer Tag – und das ist keineswegs übertrieben. 173 Wohneinheiten – das ist besonders bemerkenswert. Es ist ein ganz wichtiges gesamtgesellschaftliches Signal. Studierende und Auszubildende verdienen gleichermaßen eine Förderung.“ Der Oberbürgermeister zeigte sich überzeugt, dass das Vorhaben ein starkes Zeichen für den Standort setze: „Neuer Wohnraum ist eine große Herausforderung. Wir in Fulda zeigen, dass es gelingen kann – und das dank der Förderung von Bund und Land. Das ist eine echte Zukunftsinvestition.“

Brand lobt Fuldas Vorhaben

Unterstützung kommt auch von Bundes- und Landesebene. Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU) unterstrich, wie sehr das Projekt überregionale Bedeutung habe: „Fulda, Sonne und Bauen – das passt wunderbar zusammen. Das hier ist ein idealer Platz für diese neue Anlage. Wir zeigen, dass wir in bezahlbares Wohnen, Bildung und Zukunft investieren. Dieses Projekt ist wichtig, weil es bezahlbares Wohnen mit einem klaren Profil verbindet. Junge Menschen leben und lernen zusammen.“

Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) hob die beson­de­re Fuldaer Mentalität hervor: „Dieser Tag kann ganz viel Zuversicht ausstrah­len. Es ist ein typisch Fuldaer Projekt – hier wird Hand in Hand gear­bei­tet. Ich bin froh, dass das Land Hessen das Azubi-​Wohnen mit in den Fokus genom­men hat. Hier profi­tie­ren nicht nur die 173 Menschen, die hier später wohnen werden, sondern die ganze Region.“

Auch Architekt Stephan Storch vom Büro Reith Wehner Storch blickte mit Stolz auf den Baubeginn: „Schon 2016 hat die Stadt diese zukunftsweisende Entscheidung getroffen. Es ist ein idealer Standort. Ein solch komplexes Bauvorhaben kann nur im Team gelingen.“

Neben moder­ner Architektur legt das Projekt Wert auf Nachhaltigkeit: Die Gebäude sollen ressour­cen­scho­nend entste­hen, mit Photovoltaik-​Anlage auf dem Dach und effi­zi­en­ter Energienutzung. Am Ende des Tages war klar: Mit dem Projekt „Junges Wohnen“ schafft Fulda nicht nur drin­gend benö­tig­ten Wohnraum, sondern auch Perspektive – für junge Menschen, für das Klinikum und für die gesam­te Region Osthessen. (Constantin von Butler) +++

Quelle: https://osthessen-news.de/n11783277/spatenstich-fuer-das-junge-wohnen-22-5-millionen-euro-fuer-die-zukunft.html